Wo die Erde das Wasser
Eine Gemeinschaft lebt am Rande der Vergessenheit, in einer Landschaft, die sich selbst aufgegeben hat. Der Himmel ist eine gläserne Kuppel über […] Mehr lesen
Mehr lesenIhr Internetdienstleister!
Eine Gemeinschaft lebt am Rande der Vergessenheit, in einer Landschaft, die sich selbst aufgegeben hat. Der Himmel ist eine gläserne Kuppel über […] Mehr lesen
Mehr lesenIn der Stunde zwischen drei und vier Uhr morgens, wenn das gewöhnliche Leben in einen toten Schlaf gefallen ist, erwacht eine andere Stadt. Sie […] Mehr lesen
Mehr lesenIn einem abgelegenen Dorf, tief in den Tälern Sachsens, da wo die Zeit langsamer zu ticket und die Luft nach feuchter Erde und reifen Äpfeln duftet, […] Mehr lesen
Mehr lesen
Still harren, ihres Schmucks entkleidet, die Buchenhöh'n der Abendruh, die Wiese liegt schon abgeweidet, den Weiher deckt der Nebel zu. Vor Jahren unter diesen Bäumen mit meinem Freunde mehr lesen >>>
Was mir das Reinste schien und Beste, begraben liegt's im Flammenschoß. Am glühend heißen Aschenreste harre ich schauernd atemlos des lichten Wunders, das sich zeigen: des mehr lesen >>>
Im Frieden von Schönbrunn 1809 wurden von Österreich an Sachsen einige böhmische Enclaven in der Lausitz abgetreten, so wie in demselben Jahre auch die mehr lesen >>>
Ein unscheinbares Fragment einer alten Karte, verborgen zwischen vergessenen Seiten, führt in ein Gebiet, das auf keiner Landkarte mehr existiert. Kein mehr lesen >>>
auch wenn alle Anderen zu Grunde gingen! Vor ihm dehnte sich das sandige Ufer, das rechts von der Flußmündung mit einer Reihe von Klippen mehr lesen >>>
einen so weiten Gesichtskreis, daß man ihn fast ein Meer hätte nennen können; die Entfernung zwischen den beiden Ufern ist zu groß, mehr lesen >>>
Der Montagmorgen begann wie jeder andere, doch ein ohrenbetäubendes Krachen riss die Routine in Stücke. Auf der Hauptstraße, mehr lesen >>>
Als aber die äußerste Linke an das Ministerium das Verlangen nach Vorlegung eines vollständigen neuen Programms mehr lesen >>>
Inhaltsverzeichnis der Pension und Waldschänke, Versorgung von Reisegruppen, Pension mit Parkanlage, mehr lesen >>>
"Also nicht wegen deiner Figur sondern Fasten wäscht die Seele wieder rein und du siehst so aus mehr lesen >>>
nix das sagen, nix so sprechen. Jim nix wollen haben Kopf in Mund, Schlang' können mehr lesen >>>
Dresden, eine Stadt mit einer langen, von Kriegen gezeichneten Geschichte, mehr lesen >>>
So fest von Gold umwunden, Wie dieser Edelstein, So wollen wir mehr lesen >>>
hinter Amadijah führte der Pfad bergab nach der Ebene mehr lesen >>>
Wer heutzutage nicht auf Social Media setzt, mehr lesen >>>
Eine Gemeinschaft lebt am Rande der Vergessenheit, in einer Landschaft, die sich selbst aufgegeben hat. Der Himmel ist eine gläserne Kuppel über ausgedörrten Feldern, der Wind ein stetes, leises Jammern in den Rissen des Bodens. Hier ist der Durst kein Übel, sondern ein ständiger Bewohner, ein unsichtbarer Gast an jedem Tisch. In dieses von der Zeit umgangene Dorf kommt ein Mann der Wissenschaft, ein Ethnologe, getrieben von der kühlen Neugier des Dokumentaristen. Er sieht Rituale, sammelt Mythen, notiert Beobachtungen. Seine Kamera ist sein Schild gegen das Unerklärliche. Doch Weilerroth hütet ein Geheimnis, das sich nicht in Fragebögen pressen lässt. Die Dorfbewohner begegnen ihm mit einer Mischung aus scheuer Höflichkeit und einer beunruhigenden, wissenden Stille. Ihr Ältester, ein Mann mit Augen wie trockene Brunnenschächte, spricht von einem alten Gleichgewicht, von einem Recht der Erde, das älter ist als jedes menschliche Gesetz. Das erste Geschenk ist ein bitterer Trank, der die Kehle befeuchtet und eine unsichtbare Bindung knüpft. Die Warnung ist in der Geste enthalten: Du nimmst, also wirst du eines Tages geben müssen. Die wahre Natur dieses Ortes offenbart sich erst im Schein eines nächtlichen Feuers, wenn die Schatten lang werden und die Logik der zivilisierten Welt zu zerbröckeln beginnt. Ein Ritual beginnt, archaisch und unerbittlich: das Klirren von Scherben in einem Sack, ein Los, das nicht Gewinn, sondern Schuld zuteilt. Plötzlich ist der Beobachter nicht mehr Zeuge, sondern Objekt. Die kalte, steinerne Platte, auf die man ihn legt, ist kein Altar im herkömmlichen Sinne, sondern ein Instrument einer unheimlichen Alchemie. Die Qual ist raffiniert und grausam: Wasser in Sichtweite, unerreichbar, während die Sonne nicht brennt, sondern säuft. Doch dies ist nur der Vorhof der Hölle. Der eigentliche Schrecken bahnt sich nicht von außen, sondern von innen seinen Weg. Etwas bricht in dem Mann auf, ein umgekehrter Quell, ein schwarzer Brunnen der Begierde, der alles in sich hineinziehen will. Der Durst verwandelt sich. Er wird vom körperlichen Symptom zum seelischen Dämon, eine eigene, gierige Entität in seinem Innern. Was geschieht, wenn ein Mensch nicht mehr nach Wasser lechzt, sondern selbst zum Verkörperung des Mangels wird? Kann ein leerer Brunnen in der Seele eine ganze Landschaft zum Fließen bringen? Und welchen Preis hat das Wasser, das nicht aus der Tiefe der Erde, sondern aus der Finsternis eines gebrochenen Geistes springt? Der Mann, der kam, um zu forschen, wird zum Gefäß für etwas Uraltes. Er hört den Flüstern der Steine zu, und sie antworten ihm. Doch die Erlösung, die er dem Dorf bringt, ist für ihn selbst der Beginn einer nie endenden Wachsamkeit. Der Durst schläft nur. Und er wartet auf den nächsten Fremden, der glaubt, ein Gast zu sein. […] Mehr lesen >>>
In der Stunde zwischen drei und vier Uhr morgens, wenn das gewöhnliche Leben in einen toten Schlaf gefallen ist, erwacht eine andere Stadt. Sie besteht aus den Zonen, die das Licht meidet: verlassenen Industriebrachen, zugemauerten Torbögen, asphaltierten Flüssen und Höfen, die von keinem Fenster aus eingesehen werden können. Hier herrscht eine Öde, die nicht einfach nur Leere ist, sondern eine aktive, wache Präsenz. Ein Mann, gejagt von einer Schlaflosigkeit, die tiefer geht als Müdigkeit, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Schattengeographie zu dokumentieren. Mit Bleistift und Papier zieht er aus, um das Raster der Leere zu kartieren, in der Hoffnung, der chaotischen Nacht eine Ordnung aufzuzwingen. Doch je genauer er zeichnet, desto mehr beginnt die Leere, ihn anzusehen und seine Linien zu erwidern. Seine Suche startet als methodischer Spaziergang, wird aber bald zur Besessenheit, als er auf Fehler im Gefüge der Realität stößt. Ein Verkehrsschild, das auf eine nicht existierende Anlegestelle verweist. Eine eiserne Treppe, die in eine Dunkelheit führt, die jeden Lichtstrahl verschluckt. Die Orte widersetzen sich der Logik und den amtlichen Plänen; sie existieren nur in diesem Zwischenreich der Nacht. Seine Karte füllt sich mit diesen Anomalien, und zu seinem Entsetzen und seiner Faszination beginnen sie, ein Muster zu bilden - ein sternförmiges, fremdartiges Mandala, das sich über das Stadtgebiet legt. Die Stadt hat eine verborgene Anatomie, und er hat unwissentlich ihre Adern und Nervenknoten skizziert. Doch wer oder was hat diese Anatomie erschaffen? Der Drang, das Zentrum dieses Netzes zu finden, wird unwiderstehlich. Es führt ihn in einen vergessenen Innenhof, einen Ort, an dem die Stille so absolut ist, dass sie wie eine gläserne Kuppel auf der Welt lastet. Hier versagen seine Instrumente: Kompassnadeln tanzen ziellos, GPS-Signale erlöschen. Die Wände sind übersät mit Türrahmen, die nirgendwohin führen, und aus einer dieser Schwellen dringt ein Flüstern, das einen längst vergessenen Namen ruft - seinen. Die Ohnmacht, die ihn hier schon lange umkreist hat, bietet sich nun nicht als Bedrohung, sondern als verlockende Kapitulation an. Als er flieht, wird die gesamte Stadt zum Ausdruck seines Albtraums; jede Gasse entspricht einem Strich auf seiner Karte. Der Kartograph wird zum Gezeichneten. Und als er am nächsten Morgen erwacht, trägt er den endgültigen Beweis für diese schreckliche Symbiose nicht mehr auf Papier, sondern in seinem eigenen Fleisch eingebrannt. […] Mehr lesen >>>
In einem abgelegenen Dorf, tief in den Tälern Sachsens, da wo die Zeit langsamer zu ticket und die Luft nach feuchter Erde und reifen Äpfeln duftet, gedeihen diese Geschichten wie Unkraut. Doch eine Legende überragt alle anderen: die eines Waldes, der nicht auf den Karten verzeichnet ist, dessen Bäume so hoch in den Himmel ragen, dass sie die Wolken streifen. In dieses geheimnisumwitterte Grün wagt sich ein Mann, dessen Leben der Jagd nach Erkenntnis gewidmet ist. Sein Name ist unbedeutend; seine Suche ist es nicht. Sie führt ihn zu einem Baum, der kein gewöhnlicher Baum ist. Sein Holz pulsiert mit einem fremden Licht, und seine Präsenz erfüllt die Luft mit einem summenden Ton, als ob die Erde selbst singe. "Du suchst, was verloren ging," hallt es in seinem Geist, "die Quelle allen Wissens. Sie war in einer Flasche gefangen, doch die Flasche ist zerbrochen, und ihre Splitter sind in alle Winde verweht." Die Aufgabe ist gewaltig: Jedes Fragment zu finden, jedes in einer Welt, die vergessen hat, dass es sie gibt. Die Reise wird den Gelehrten über schroffe Berge führen, durch Flüsse, deren Wasser wie flüssiges Silber glitzert, und in verlassene Siedlungen, wo der Wind durch leere Fensterhöhlen klagt. Doch die wahre Herausforderung beginnt, als die ersten Splitter gefunden sind. Sie strahlen eine seltsame Energie aus, und nachts, in der Stille, meint er Stimmen zu hören - kein kohärentes Gespräch, sondern ein Durcheinander von Rufen, Warnungen, vielleicht sogar Bitten. Als er schließlich auf ein scheinbar vollständiges Gefäß stößt, ahnt er nicht, dass dies die größte Falle ist. Bei der Berührung explodiert es in eine Wolke aus glitzerndem Staub, und darin tanzen Silhouetten vergangener Ereignisse, die eine Botschaft hinterlassen: Das Wissen, das er sucht, ist lebendig. Und es hat einen Willen. Wird er zum Jäger oder zum Gejagten auf dieser Suche? Und was geschieht, wenn das letzte Fragment an seinen Platz fällt? Die Wahrheit könnte mächtiger sein, als er es sich je erträumt hat - und gefährlicher. […] Mehr lesen >>>
»Sprich, was bleichet deine Wangen? Warum wird dein Aug' so dunkel? –« »Und Ramiro? – –« stottert Clara, Und Entsetzen lähmt die Zunge. Doch mit tiefen, […]
Lest nur die Mythen nach und euern Lucian. Dort werdet ihr es deutlich hören, Wie der geplagte gute Mann, Um eines unerbittlichen Schicksales Willen Mit einem Male zu […]
Grün war die Weide, Der Himmel blau, Wir saßen beide Auf glänzender Au. Sind's Nachtigallen Wieder, was ruft, Lerchen, die schallen Aus warmer Luft? Es weint der […]